We Are Panda

We Are Panda - Tasche

Seitdem ich selbständig bin, erreichen mich immer wieder E-Mails mit Jobangeboten. Manche Bekannte und Ex-Kollegen verwechseln mein Interesse für spannende Projekte mit dem Bedürfnis, mich wieder voll und ganz ins Konzernleben zu stürzen. Vielleicht glauben sie, mir fehle der Chauffeur, der mich am Londoner Flughafen abholte und von seinen prominenten Gästen erzählte. Möglicherweise ist ihnen die Vorstellung, für sich selbst verantwortlich zu sein, fremd. Ich bedanke mich also freundlich, lese diese gut gemeinten Nachrichten flüchtig und lösche sie im gleichen Atemzug. Genau so wäre es beinahe auch der Einladung zu We Are Panda ergangen. Im Betreff der E-Mail Stand einmal wieder: Wäre das nicht etwas für Dich?

Doch in diesem besonderen Fall las ich nach nur ein paar Zeilen sehr aufmerksam weiter. Denn We Are Panda stellte sich als Wettbewerb für weibliche Führungstalente vor. Um überhaupt an dem Wettbewerb teilnehmen zu dürfen, musste man einen Lebenslauf einsenden. Ich schaute auf die Bewerbungsfrist und stellte fest: sie endete am gleichen Tag!

Ich legte alles zur Seite und gab mein Bestes. Im Eifer des Gefechts sendete ich die Unterlagen an die Adresse für „Young Talents“, was ich in dem Augenblick nicht wusste. Vielleicht fühlte ich mich aber auch unterbewusst wie ein Jungspund in der Szene der Selbständigen. Zum Glück erkannten die Veranstalter – Isabelle Hoyer und Stuart Cameron – meinen Irrtum und disqualifizierten mich nicht. Ganz im Gegenteil: sie fanden den Lebenslauf sogar gut! Danach schrieb ich ein Essay darüber, was Führung für mich bedeutet und bat einen Ex-Kollegen um eine Empfehlung. Scheinbar überzeugten auch diese Schriftstücke. Denn neben 80 außergewöhnlichen Frauen aus unterschiedlichen Branchen durfte ich am 17. Mai 2014 an PANDA EXECUTIVE teilnehmen.

Ich reiste bereits am 16. Mai 2014 in Berlin an und lernte bei einem Abendessen jene jungen Talente kennen, zu denen ich mich ursprünglich gesellen wollte. Begeistert erzählten sie von ihrem Tag und steckten mit ihrem Enthusiasmus an. Sie gaben uns Älteren am Tisch das Gefühl, Führungskräfte wie sie könnten die Arbeitswelt von morgen positiv verändern. Unbeschwert und voller Neugierde ging ich in den nächsten Tag.

Heidi Stopper, Vorstand für Human Resources der ProSiebenSat.1 Meida AG machte, nach einer herzlichen Begrüßung durch die Veranstalter, den Auftakt. Sie ermunterte alle Anwesenden, ihren Weg zu gehen. Der Rest des Tages bestand aus Simulationen, bei denen Frauen gegeneinander antraten, aber auch nur miteinander gewinnen konnten, sowie Vorträgen zu unterschiedlichen, spannenden Themen. Nebenher nutzten die Sponsoren ihre Chance, sich als attraktive Arbeitgeber, die Vielfalt fördern, zu positionieren. Zum Schluss wurde die verdiente Siegerin gekürt. Zwischendurch und auch am Abend gab es jede Menge Zeit zum Netzwerken.

Auffallend häufig fiel der Name Sheryl Sandberg an diesem Tag. Frau Chief Executive Officer von Facebook wies in ihrem auch hierzulande verschlungenen Buch nicht nur darauf hin, dass Männer auf Grundlage ihres Potenzials und Frauen auf Grundlage vergangener Leistungen befördert werden. Sie löste auch eine hitzige Debatte über Frauen in Führungspositionen aus. Und die ist dringend notwendig. Deshalb trifft eine Veranstaltung wie We Are Panda den Nerv der Zeit.

Wieso ich Ihnen, meinen Kunden und Geschäftspartnern, das ausgerechnet hier erzähle und nicht als Anekdote im no goldfish Blog? Weil ich ein Panda bin. Also jemand, der, auch mit Ihnen zusammen, etwas bewegen möchte. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist so etwas wie ein Zertifikat dafür. Und davon können Sie profitieren. Natürlich dürfen Sie auch auf mein über Nacht stark gewachsenes Netzwerk zurückgreifen. Vor allem aber, auf die neu gewonnen Erfahrungen und Inspirationen.

Außerdem möchte ich Sie dazu ermuntern, selbst bei We Are Panda mitzumachen. Ob als Partnerunternehmen, wie Axel Springer, Continental, Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, EY, IBM, ProSiebenSat.1 und ThyssenKrupp. Oder als weibliche Führungskraft.

Zeigen Sie allen, dass auch Sie die Welt ein klein wenig verändern wollen.